VON

Agrargenossenschaft Großzöbern

Mich hat es interessiert mit einem großem Betrieb Öko zu machen. Damit Öko vertrauenswürdig ist, bedarf es kleiner Strukturen? Von wegen! Die Agrargenossenschaft Größzöbern im sächsischen Vogtland zeigt, welches Potential in großen, genossenschaftlich organisierten Strukturen steckt. Daher freut es Geschäftsführer Dirk Rudert ganz besonders, dass sein Dinkel unter der Kooperationsmarke VON nun auch im Fachhandel zu finden ist.

Kreislaufprinzip und Risikostreuung

1.200 ha bewirtschaftet die in Westsachsen gelegene Agrargenossenschaft Größzöbern. Seit 1991 führt die gelernte Ökonomin Karin Zetsche die Geschäfte der Agrargenossenschaft; im Jahr 2007 kam Dirk Rudert als Landwirt hinzu. 2001 wurde der Betrieb auf Öko umgestellt und wirtschaftet seither nach den Richtlinien des Naturland-Verbandes. Der Antrieb hierfür war zunächst eher betriebsstruktureller als ideologischer Art. Im Studium hatte Dirk Rudert das Fach Ökolandbau sogar abgewählt. Mittlerweile ist er aber zum „Überzeugungstäter“ geworden.

Denn ökologisch zu wirtschaften bedeutet für ihn, mehr Freiheiten zu haben, aus dem Mantra der Mengenproduktion auszusteigen und das Risiko breiter zu streuen. „Bei einer Fruchtfolge mit insgesamt 14 Kulturen ist es eigentlich klar, dass mal etwas schief geht. Das wird dann aber nicht gleich existenziell im Vergleich zu konventionellen Betrieben, die in regelmäßiger Reihenfolge Raps, Getreide und Mais anbauen und damit viel anfälliger sind“, resümiert der gelernte Agraringenieur.

Schaut man sich den Betrieb genauer an, dann wird schnell klar, dass eigentlich viele Betriebe, die so aufgestellt sind wie die Agrargenossenschaft Großzöbern, den Ökolandbau in Deutschland durchaus bereichern könnten. Das Erfolgsrezept ist dabei gar nicht so neu, sondern eher ein Grundpfeiler des Ökolandbaus und heißt Kreislaufwirtschaft. Denn neben dem klassischen Ackerbau gehören zur Agrargenossenschaft 300 Milchkühe, 20 Schweine, 20 Mutterkühe und eine 180 kW starke Biogasanlage. Nachdem der Kuhmist die Biogasanlage passiert hat, landet er als wertvoller Dünger wieder auf dem Feld, wo neben Getreide auch Leguminosen, Raps und Kleegras als Futtermittel für die Tiere angebaut werden.

VON -Kooperationsmarke mit klarem Herstellerbezug

Auf rund 80 ha baut die Agrargenossenschaft Dinkel an. Geschätzt wird an der Kultur insbesondere die gute Backqualität, die sich auf den vergleichsweise mageren Böden erzielen lässt und an die beispielsweise Weizen in dieser Region nicht herankommt. Verkauft wird der Dinkel unter anderen an die Naturland-Marktgemeinschaft oder an die Rolle Mühle in Waldkirchen. In letzterer wird der Dinkel gemahlen und in VON -Tüten abgefüllt.

Herr Rudert und Frau Zetzsche begrüßen, dass es nun endlich eine Handelsmarke gibt, bei der nicht das Handelsunternehmen oder der Markenname im Vordergrund stehen, sondern ihr Betrieb. So wird eine ganz andere Klasse der Regionalität erreicht und echte Transparenz geschaffen, so dass der Kunde selbst entscheiden kann, ob das Produkt für ihn regional ist oder nicht.



Produkte



In Zahlen

  • • 23 Mitarbeiter
  • • 2 Lehrlinge
  • • 300 Milchkühe mit Nachzucht
  • • 20 Mutterkühe
  • • 20 Schweine
  • • 180 KW Biogasanlage
  • • Getreideanlage zur Reinigung, Trocknung, Entspelzung, Lagerung


Kontaktdaten

  • Agrargenossenschaft Großzöbern
  • • Dirk Rudert, Karin Zetzsche
  • • Plauener Landstr. 12
  • • 08538 Weischlitz OT Großzöbern
  • • Sachsen
  • zur Website


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